Der Einsatz von Insekten

Anbau

Jeder Schädling im Tomatenanbau hat auch einen natürlichen Feind. Dabei ist es wichtig, die richtige Anzahl jener sogenannten Nützlinge zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen. Es gibt einige mechanische Hilfsmittel: gelbe, blaue oder orange Fangpflanzen. Die folgenden Schädlinge sind nach ihrem Auftreten von sehr häufig bis sehr selten sortiert.

Die Weiße Fliege

Sie ist der Schädling Nr. 1 und kommt auch häufig auf Geranien und Brennnesseln vor. Die Weiße Fliege legt ihre Eier an der Unterseite der Blätter ab und kann eine Pflanze innerhalb von 2 – 3 Monaten komplett zerstören, wenn nichts dagegen unternommen wird. Allerdings kann man sie mit Hilfe von Schlupfwespen und Raubwanzen sehr gut mit biologischen Mitteln bekämpfen. Die Schlupfwespen werden bereits zu Beginn des Anbaus wöchentlich eingesetzt. Sie bohren ein Loch in die Eier der Weißen Fliege und legen darin ihre eigenen Eier ab, wodurch sie sich schwarz verfärben und der Züchter erkennen kann, ob ein Parasitenbefall stattfindet oder nicht. Das Verhältnis zwischen schwarz und weiß muss ungefähr 50:50 sein. Die Raumwanzen fressen die Eier komplett auf und sie haben eine Vorliebe für die Eier der Weißen Fliege, fressen aber auch die von anderen Schädlingen. Von den Raubwanzen werden allerdings nur einige tausend Stück eingesetzt, da sie ziemlich teuer sind (20 Cent pro Stück).

Die Raupe

Auch hierfür gibt es wieder mehrere biologische Bekämpfungsmittel. Hierzu zählen die Raubwanzen, aber auch Kohlmeisen und Bachstelzen fressen viele Raupen auf. Diese kann man durch das Aufhängen von Vogelkästen anlocken, sodass sie dann jedes Jahr wiederkommen. Sollten sich die Raupen explosionsartig vermehren, werden Bakterien eingesetzt, welche die Raupen befallen. Somit erfolgt die Schädlingsbekämpfung auch hier ohne den Einsatz von Chemikalien.

Die Minierfliege

Diese bohrt Gänge durch die Blätter und kann so dafür sorgen, dass sich die Farbe einer ganzen Pflanze von grün nach weiß verändert. Hierfür sind mehrere Schlupfwespen einsetzbar. Dies hängt von der Jahreszeit ab.

Die Spinnmilbe

Spinnmilben sind eigentlich sehr kleine Spinnen, die feine Netzte weben und die Pflanzen einfach leersaugen. Auch hierdurch stirbt die Pflanze langfristig ab. Darum werden auch hier Raubmilben eingesetzt. Sie greifen die Spinnmilben an und nagen diese auf. Hierbei ist es wichtig, dass sie bereits in einem frühen Stadium des Befalls und vor allem in großer Stückzahl auf sehr vielen Pflanzen eingesetzt werden.

Die Blattlaus

Sie kommt nur selten auf Tomatenpflanzen vor, kann aber gut mit diversen Schlupfwespen bekämpft werden. Soviel zu den Tieren, die schädlich für Tomatenpflanzen sind.

Mehltau

Mehltau ist ein Schimmel. Dabei handelt es sich um schneeähnliche Flocken auf den Pflanzen, die innerhalb weniger Wochen ein ganzes Gewächs zerstören können. Das Problem kann gelöst werden, indem man einige Stunden pro Tag Schwefel verdampfen lässt. Diese Methode wird auch sehr häufig im biologischen Anbau angewendet und ist für Menschen absolut ungefährlich.